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19.03.2018

Arbeitende Eltern sollten mehr bekommen als Hartz IV

Was allgemein bekannt war, belegt noch einmal der „Steuerzahlerbund: Hartz IV bringt oft mehr als ein Job“ (Link: http://www.zeit.de/news/2018-03/19/steuerzahlerbund-hartz-iv-bringt-oft-mehr-als-ein-job-180319-99-546058). Alleinstehende stehen bei einer regulären Beschäftigung mit dem Mindestlohn besser da als mit Hartz IV, doch für Familien mit Kindern gilt das nicht:

Wer eine vierköpfige Familie ernähren will, braucht demnach heute einen Bruttolohn von mindestens 1935 Euro, um netto einschließlich Kindergeld Hartz-IV-Niveau von 1928 Euro zu erreichen. […]

Der Steuerzahlerbund rechnete vor, dass von einem Monatsbrutto einer Familie mit zwei Kindern von 1935 Euro 394 Euro Sozialversicherungen abgingen. Das Monatsnetto belaufe sich dann auf 1541 Euro, mit 388 Euro Kindergeld belaufe sich das Einkommen der Familie auf 1929 Euro. Geht man von einer Arbeitszeit von 38 Stunden in der Woche und vier Wochen im Monat aus, benötigten Alleinverdiener mit Partner und zwei Kindern einen Stundenlohn von 12,73 Euro, um Hartz-IV-Niveau zu erreichen. Der Mindestlohn liegt derzeit bei 8,84 Euro in der Stunde.

Unser Sozialstaat vernichtet insbesondere für Familien mit Kindern finanzielle Arbeitsanreize. In teuren Städten wie München können kinderreiche Familien eigentlich gleich Hartz IV beantragen. Daraus folgt nicht, dass die Regelsätze gekürzt werden müssten, worunter die Familien noch mehr zu leiden hätten, sondern dass stärker zu differenzieren ist. Wer weniger als mit Hartz IV verdient, sollte nicht noch Steuern und Sozialabgaben zahlen müssen, sondern nur einen Teil seines Lohnes auf die Sozialleistungen angerechnet bekommen. Momentan werden Millionen arbeitende Menschen und vor allem Eltern zu Aufstockern und damit gleich behandelt mit denen, die gar nicht arbeiten. Doch wer arbeitet, sollte dafür belohnt statt bestraft werden. Auch bei denen, die nicht arbeiten, ist stärker zu differenzieren, ob sie nicht arbeiten können oder wollen. Schließlich ist anzuerkennen, dass es nicht nur Erwerbsarbeit gibt, sondern auch Kinder und zu pflegende Angehörige Zeit und Kraft kosten.

von Prof. Dr. Alexander Dilger
Quelle: https://alexanderdilger.wordpress.com/2018/03/19/arbeitende-eltern-sollten-mehr-bekommen-als-hartz-iv/



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